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Frühjahrsputz fürs Auto

Die Witterungsverhältnisse in der kalten Jahreszeit verlangen im Straßenverkehr nicht nur dir als Fahrer viel ab, auch an deinem Fahrzeug hinterlässt der Winter Spuren: Mit dem Schneematsch schleudern die Reifen Dreckpartikel und kleine Steine gegen den Lack, Streusalz setzt sich auf der Karosserie und im Fußraum des Wagens fest.

Der saisonale Verschleiß kann bei Nichtbehandlung sogar zu sicherheitsrelevanten Mängeln führen. Um bleibende Schäden zu vermeiden und sicher in den Frühling zu starten, solltest du deinem Auto deshalb gründlich an die Wäsche gehen!   

At the car wash!

Aufgrund des Grundwasserschutzes ist die Autowäsche in der eigenen Garage oder Einfahrt vielerorts gesetzlich verboten. Fahre deshalb direkt in die Waschanlage – somit bist du nicht nur rechtlich auf der sicheren Seite, du findest dort auch alle nötigen Werkzeuge und Reinigungsmittel. Waschstraßen und entsprechend ausgestattete Tankstellen haben auch während der aktuellen Krise bundesweit geöffnet. Solange du ausreichend Sicherheitsabstand zu deinen Mitmenschen einhältst, ist der Frühjahrsputz vor Ort mit keinem besonderen Risiko verbunden.

Noch vor der Fahrt in die Waschstraße solltest du den gröbsten Schmutz mit einem Hochdruckreiniger entfernen. Ansonsten können Streusalz und Dreck in den Bürsten der Waschanlage wie Schmirgelpapier wirken und den Lack zusätzlich beschädigen. Achte beim Hantieren mit dem Wasserstrahl darauf, genügend Abstand zu halten um Schäden an Karosserie und Elektronik zu vermeiden.

Der Unterboden des Fahrzeugs ist im Winter besonders anfällig für Schmutzablagerungen. Entsprechende maschinelle Waschprogramme säubern diesen sensiblen Bereich häufig nur unzureichend oder sogar mit zu hohem Druck. Deshalb solltest du die Unterbodenwäsche möglichst ebenfalls von Hand mit einem Dampfreiniger vornehmen.

Alles im Lack?

Bei der Wahl des Waschprogramms solltest du nicht sparen und das Fahrzeug nach der Wäsche gründlich auf mögliche Schäden inspizieren. Wenn du Kratzer im Lack entdeckst, solltest du diese umgehend mit einem Lackstift ausbessern. Für anhaltenden Schutz kannst du die betroffenen Stellen anschließend mit Wachs versiegeln und nach dem Trocknen polieren. Entsprechend herausgeputzt erstrahlt dein Wagen im Licht der ersten Frühlingssonne in neuem Glanz!

Tiefere Kratzer oder Dellen lassen sich hingegen nicht ohne Weiteres überschminken. Bei größeren Schäden erkundigst du dich deshalb am besten direkt bei der Werkstatt deines Vertrauens nach geeigneten Behandlungsmethoden wie zum Beispiel einer Teillackierung.    

Frische Luft gegen den „Duft“

Im Fahrzeuginnenraum sammelt sich bei Minusgraden schnell Feuchtigkeit. Lüfte das Auto bei offenen Türen ausgiebig, um den winterlichen Mief zu vertreiben. Währenddessen kannst du dich der Reinigung sämtlicher loser Bodenbeläge widmen. Die Fußmatten solltest du je nach Material absaugen, ordentlich waschen und absprühen.

Auch die Scheiben solltest du von innen mit lauwarmem Wasser und einem Lederlappen reinigen. Der sich durch die winterliche Feuchtigkeit bildende Schmutzfilm beeinträchtigt ansonsten deine Sicht bei tiefstehender Frühlingssonne.  

In der Lüftung sammelt sich im Winter ebenfalls viel Dreck, in Folge einer Verstopfung kommt es nicht nur zu einem unangenehmen Geruch, sondern auch zu erhöhtem Energie- und somit Spritverbrauch. Spezielles Desinfektionsspray oder ein Wechsel der Filter verschaffen hier Abhilfe.

Damit dein Fahrzeug nicht zur rollenden Keimschleuder wird, solltest du sämtliche Oberflächen im Fahrzeuginnenraum regelmäßig reinigen. Lenkrad, Armaturen, Türgriffe und Fensterheber sind besonders anfällig für Ablagerungen. Wer noch über Desinfektionsmittel verfügt, kann diese in vorsichtiger Dosierung einsetzen, ansonsten tun es auch gewöhnliche Haushaltsreiniger.

Ballast abwerfen

Zusätzliches Gewicht führt zu einem merklich höheren Spritverbrauch. Der Umwelt und deinem Geldbeutel zuliebe solltest du deshalb sämtlichen unnötigen Ballast aus dem Kofferraum und vom Fahrzeugdach entfernen. Auf Schneeketten, kanisterweise Frostschutzmittel und Skiträger kannst du im Frühling in aller Regel verzichten und somit langfristig Treibstoff einsparen.

Um im Frühjahr auch auf unerwartete Kälteeinbrüche vorbereitet zu sein, solltest du die Scheibenwaschanlage sicherheitshalber noch einmal auffüllen.

Reif für den Wechsel?  

Mit dem Ende des Winters steht auch der Wechsel auf Sommerreifen bevor. Die im Volksmund geläufige Faustregel besagt zwar „von O(ktober) bis O(stern)“, abhängig machen solltest du den Zeitpunkt für den Reifenwechsel aber besser von den tatsächlichen Temperaturen. Winterreifen sind schließlich nicht nur hilfreich bei Schnee und Eis, sondern haften wegen der speziellen Gummimischung insgesamt besser auf kalter Fahrbahn. Erst wenn die Temperaturen dauerhaft auf über sieben Grad steigen, ist es an der Zeit, die Sommerreifen aufzuziehen.

Kontrolliere beim Wechsel sowohl Sommer- als auch Winterreifen hinsichtlich Profiltiefe und Luftdruck. Denn auch während der Lagerung, idealerweise an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort, verlieren die Reifen langsam an Druck.

Sicher in den Frühling starten

Der Reifenwechsel ist die perfekte Gelegenheit, einen sorgfältigen Blick auf Bremsen, Stoßdämpfer und Federn zu werfen. Eventuelle Schäden kannst du zumeist entweder bereits mit dem bloßen Auge erkennen oder durch ein sanftes Rütteln an den jeweiligen Bauteilen feststellen. Bei bestehendem Verdacht solltest du dich sofort auf den Weg in die Werkstatt machen.

Ist der Frühjahrsputz erledigt, kannst du sicher in die warme Jahreszeit starten – im frisch gewaschenen Auto steigt das Fahrvergnügen gemeinsam mit den Temperaturen!

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Hast du weitere Fragen zum Thema Autowäsche oder –wartung? Dann setz dich gleich mit unserer Fahrschule in Verbindung, wir zeigen dir jederzeit gerne die wichtigsten Handgriffe!